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Oktober 2026
#57 – was wir im Oktober lesen
🛟 Google schärft die Helpful-Content-Doku und will «Hauptinhalten» mehr Gewicht geben
Google hat seine Helpful-Content-Dokumentation erweitert und dabei zwei Punkte ergänzt. Der eigentliche Seiteninhalt rückt stärker in den Fokus, und Google warnt neu ausdrücklich vor Fake-Autorenprofilen.
- Als zentraler Inhalt gilt alles, was den Zweck einer Seite direkt erfüllt: Artikel, Online-Rechner, Tools oder Videos.
- Bewertet wird gezielt, wie viel menschliche Arbeit und Sorgfalt in den Inhalten steckt; automatisiert erzeugte Masseninhalte ohne Pflege oder Kuratierung können abgewertet werden.
- Dieser menschliche «Effort» meint nicht die Anzahl verwendeter Worte oder investierte Zeit, sondern den erkennbaren Mehrwert auf der fertigen Seite. Also sowas wie eigene Daten, Erfahrung, eigenständige Einschätzungen. Als Faustregel gilt: Was sich per reiner Internet-Recherche nachbauen lässt, ist «low-effort».
🔝 Google führt Kanalpriorisierung für Kampagnen ein
Google rollt neue Steuerungsmöglichkeiten für Search-, Shopping-, PMax- und Demand-Gen-Kampagnen aus: Mit «Channel Prioritization» können Kanäle als High oder Low Priority markiert werden, und mit «Budget Allocation» lässt sich ein maximaler Prozentanteil des Tagesbudgets für Low-Priority-Kanäle festlegen.
Wichtig: Ab Februar 2027 wird das bisherige Budget-Setup für Suchkampagnen mit aktiviertem Google Display Network entfernt.
🏗️ ChatGPT Ads verändern sich weiter und sind schwerer als Werbung erkennbar
OpenAI baut ChatGPT Ads weiter aus: zusätzliche Drittanbieter-Messpartner, eine überarbeitete Conversions-Übersicht, wöchentliche Performance-Mails und Tests mit grösseren, visuellen Anzeigenformaten. Parallel läuft bereits die vierte Iteration der visuellen Anzeigegestaltung. Vom klar abgegrenzten, schattierten «Sponsored»-Kasten hin zu reinem Text, der sich kaum noch von organischen Antworten unterscheidet. Die Messbarkeit verbessert sich also, während die Werbung gleichzeitig schwerer als solche erkennbar wird.
📣 Meta verschiebt die Auswahl der Platzierungen auf Anzeigen-Ebene
Mit dem jüngsten Ads-Manager-Update wählt man die Platzierungen neu pro Anzeige statt pro Anzeigengruppe. Und zwar so: Zuerst lädt man die Creatives für Feeds und Stories hoch und ordnet dann jedem Format die passenden Platzierungen zu. Auf Anzeigengruppe-Ebene ist die Auswahl vorerst weiter möglich, soll aber laut Meta künftig wegfallen. Damit lassen sich einzelne Platzierungen in Zukunft nicht mehr pro Anzeigengruppe ausschliessen, sondern nur noch gesamthaft auf Kontoebene.
🏷️ Google Tag Manager und Google Tag werden eins
Google führt seine beiden Tracking-Werkzeuge zusammen und lanciert damit die grösste GTM-Änderung seit über zehn Jahren. Konkret bedeutet das:
- GA4, Google Ads und Floodlight laufen neu über eine einzige, zentrale Einstellung statt pro Tool separat.
- Websites laden schneller, weil nur noch eine Datei statt mehrerer Google-Skripte geladen wird.
- Conversions lassen sich künftig per Klick auf Website-Elemente einrichten, ganz ohne Programmieren.
Vor dem Umstieg lohnt sich ein prüfender Blick: Beim Zusammenlegen vereinheitlicht GTM unterschiedliche Einstellungen unbemerkt, was zu Problemen führen kann. Mehr dazu gibt’s im Detail hier zu lesen.
🤖 OpenAI versieht ChatGPT-Texte in der EU mit Wasserzeichen
OpenAI kennzeichnet Texte aus ChatGPT und Codex in der EU mit einem unsichtbaren Wasserzeichen, um die Transparenzpflichten des EU AI Act zu erfüllen. Durch Anpassungen im Text, wie beispielsweise den Austausch der Wörter durch Synonyme, kann aber die Erkennungsrate schon deutlich gesenkt werden. Nach Anthropic im August ist OpenAI damit der zweite grosse Anbieter, der die Wasserzeichen einführt.