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Juli 2026
#54 – was wir im Juli lesen
📊 Google Trends rechnet dir die Periodenvergleiche jetzt selbst aus
Google Trends zeigt neu «Chips» über der Zeitachse für Month-over-Month, Week-over-Week und Year-over-Year – als Prozentwerte, ein Klick entfernt. Wer draufklickt, bekommt die Vergleichslinie direkt über den Graphen gelegt. Das Schätzen per Augenmass fällt damit weg, was für Content-Planung und Pitch-Charts richtig praktisch ist.
Trotzdem bleibt es bei relativen Interessenswerten zwischen 0 und 100, nicht bei echten Suchvolumen. «+40 % MoM» heisst also: mehr Interesse im Verhältnis zum bisherigen Peak – nicht zwingend mehr Suchanfragen in absoluten Zahlen. Verfügbar ist das Feature unter: trends.google.com/explore.
🖼️ Meta macht aus dem Carousel jetzt auch eine Collage
Bei Metas «Format Display Options» auf Ad-Ebene gibt’s neu die Option Collage: Die hochgeladenen Carousel-Assets werden automatisch zu einem zusammengesetzten Bild kombiniert. Sie reiht sich neben «Single Image or Video» und «Video Slideshow» ein – alle drei greifen auf dieselben Carousel-Medien zu, neu ist nur die Collage selbst. Nettes Asset-Recycling, ohne dass dafür neu produziert werden muss.
🔍 Merchant Center misst jetzt Produkt-Sichtbarkeit in AI Overviews
Google rollt im Merchant Center einen Beta-Report «AI Performance Insights» aus: Er zeigt, wie deine Produkte in AI Mode und AI Overviews auftauchen. Ausgewertet werden nur konversationelle Shopping- und Brand-Queries. Die Kennzahlen:
- Share of Voice: deine AI-Impressionen vs. Wettbewerb
- Ø-Share der Wettbewerber: Benchmark gegen dein Konkurrenz-Set
- Query frequency & Query type: welche Anfragen ziehen und in welcher Phase
Damit ist der Report ähnlich wie der Google Search Console AI-Report. Wenn der denn irgendwann kommt: eine konkrete Primärquelle statt einer GEO-Tool-Schätzung, diesmal für die Shopping-Seite und sogar mit Wettbewerbs-Benchmark. Zwei Haken bleiben aber: Es gibt nur organischen AI-Traffic zu sehen, keine Paid Ads, und keine Klick-Daten. Der Pilot läuft aktuell in den USA, die nächste Welle folgt in Australien, Kanada, Indien und Neuseeland.
🤖 Google kennzeichnet KI-Anzeigen
Google rollt weltweit in Search, YouTube und Discover den Bereich «Wie diese Anzeige erstellt wurde» im «Mein Anzeigen-Center» aus. Er zeigt an, ob eine Anzeige mit KI erstellt oder bearbeitet wurde – bei Googles eigenen Tools passiert das automatisch, bei Drittanbietern wie Midjourney oder Adobe Firefly müssen Werbetreibende die Deklaration selbst vornehmen. Die Transparenz hängt also massgeblich an der Ehrlichkeit der Beteiligten.
Das Timing dürfte kein Zufall sein: Der EU AI Act verlangt ab August 2026 Transparenzpflichten für KI-Inhalte. Wer mit EU-Kampagnen arbeitet, macht das Deklarieren also besser schon jetzt zur Routine, bevor es zur Pflicht wird.
🧩 GTM bekommt endlich einen richtigen Tag-Filter
Der Google Tag Manager hat ein Filtersystem für die Tag-Liste bekommen. Statt wie bisher nur zu suchen, lässt sich jetzt nach Tag-Typ filtern. Mehrere Filter können kombiniert werden, etwa GA4 und Microsoft Clarity gleichzeitig. Das ist in vollgestopften Containern ein Zeitgewinn bei Audits, Migrationen und Aufräumaktionen.
🤖 Claude Cowork baut Skills jetzt aus deiner Bildschirmaufnahme
In Claude Cowork lässt sich per «Record a skill» eine Aufgabe einmal am Bildschirm vormachen: Klicks, Tastatur und Kommentar werden aufgezeichnet und daraus automatisch ein wiederverwendbarer Skill gebaut (zu finden im +Menü der Desktop-App, für Pro, Max und Team). Das senkt die Hürde für einen ersten Skill nochmals deutlich.
Die wirklich guten Skills mit klaren Regeln und Referenzen entstehen aber weiterhin von Hand – nicht per Bildschirmaufnahme.
🎯 Meta bringt das ROAS-Ziel zum Mengen-Gebot
Bisher liess sich ein ROAS-Ziel nur beim Gebot auf «Maximize value» setzen, neu auch bei «Maximize number of conversions»: Meta generiert die maximale Conversion-Menge und hält dabei deinen ROAS-Zielwert ein.